Als bildende Künstlerin arbeite ich mit Beton – einem Material, das gewöhnlich für Tragkraft, Dauerhaftigkeit, Schwere und architektonische Funktion steht.

Meine wandbezogenen Arbeiten entstehen im Gießprozess. Farbe wird nicht auf die Oberfläche aufgetragen, sondern dem Material selbst beigegeben. Sie bildet sich durch Sedimentation, durch das Verhalten des Pigments im Material, durch den Prozess selbst. Die Oberfläche liest sich wie Oxidation, Mineralablagerung oder geologische Zeit – ist aber allein das Ergebnis des Gießens: eine vorübergehende Stabilisierung eines andauernden Prozesses.

In meiner Arbeit wird Beton zum Bedeutungsfeld: Schwere wird verletzlich, Oberfläche wird zum Ort von Spannung und Veränderung. Sichtbar bleibt die Spur eines Prozesses, der längst weitergegangen ist.

Die pigmentierten Betonwandobjekte stehen zwischen Malerei und Skulptur, haben Körper, Gewicht und räumliche Präsenz. Als Objekte prägen sie den Raum architektonisch mit – nicht als Bauteil, sondern als eigenständige Präsenz, die die Atmosphäre eines Ortes verändert.

2011 – 18

Diplom Bildende Kunst, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig — Fachklasse für Installation und Raum, Prof. Joachim Blank

2006 – 09

Studium Filmwissenschaft und Philosophie —Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2026

Material Body, DOMstudio, Frankfurt am Main

2020

Concrete Matters, Projektraum basis e.V., Frankfurt am Main

2018

A Matter of Form, Kunstraum Techne Sphere, Spinnerei Leipzig

2026

57Nord, Offenbach

2021

Quartal IV/21, ProjektraumKUNST, Wiesbaden

2017

Operation Grenze, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

2026

Sommerakademie „Von Kunst leben“, Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Gut Siggen